Mittel gegen Mückenstiche

Mückenstich mit Folgen – wie Ihr Körper reagiert

Es lässt sich kaum vermeiden, das Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal gestochen werden. Um den Mückenstich schnell und unkompliziert wieder los zu werden, hilft es Ihnen, wenn Sie etwas mehr zum Mückenstich wissen. Informieren sie sich jetzt und lesen sie weiter.

  • was beim Mückenstich passiert
  • mit welchen Spätreaktionen auf Mückenstiche Sie rechnen müssen
  • wie Sie Mückenstiche erfolgreich behandeln

Stiche von blutsaugenden Insekten hinterlassen im Körper die gleichen Reaktionen. Am häufigsten sind dabei Juckreiz, Schwellungen, Entzündungen und aufgekratzte Stiche. Deshalb helfen die beschriebenen Mittel auch bei Reaktionen auf

 

Reaktion auf Mückenstiche

Was im Körper beim und nach dem Mückenstich passiert

Wenn die Stechmücke sticht, lässt sie meistens etwas Speichel in der Stichwunde zurück. Sofort versucht Ihr körpereigenes Immunsystem das körperfremde Eiweiß abzuwehren. Durch das Ausschütten von Histamin reagieren die Nerven der Stichumgebung und der Stich beginnt zu jucken. Es bildet sich eine leichte Schwellung , die sogenannte Quaddel.

Manchmal verschwinden die Stichfolgen bereits nach wenigen Stunden. Spätestens nach drei Tagen sollten Sie nichts mehr vom Mückenstich spüren.

Heftige Stichfolgen durch aufgekratzte Mückenstiche

Immer öfter kommt es zu heftigen Spätreaktionen auf den Mückenstich. Nach zwei bis sieben Tagen, nachdem Sie gestochen wurden, schwillt der meist gerötete Einstich stark an und juckt unerträglich.

Bei Stichen an Armen und Beinen erfasst der Juckreiz manchmal die betroffenen Gliedmaßen. Manchmal bilden sich weiträumige blaue Flecken um den Mückenstich. Diese Reaktion trägt den Namen Skeeter Syndrom. Seit etwa zehn Jahren häufen sich diese immunbiologischen Spätreaktionen, deren Ursachen noch wenig erforscht sind.

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Auch wenn Sie nicht unter dem Skeeter – Syndrom leiden, werden Sie gelegentlich kratzen oder schubbern.  Besonders im Schlaf sind Sie gefährdet, denn hier kratzen Sie unbewusst.  Bei Kindern ist es fast nicht möglich, sie am Kratzen zu hindern. Unbehandelte Mückenstiche führen zwar nicht immer gleich zur Blutvergiftung,  gehen selten spurlos an Ihnen vorbei. 

Mückenstiche erfolgreich behandeln

Mückenstiche mit Wärme behandeln

Heldenhaft werden am Lagerfeuer Mückenstiche mit dem Metallteil eines Feuerzeug oder einem erhitzten Teelöffel behandelt. Das kann helfen, muss aber nicht. Die Temperatur kann nur schwer kontrolliert werden und führt eher zu Verbrennungen.

In der heutigen Zeit gibt es natürlich auch dafür eine Lösung. Temperatur und Behandlungsdauer werden durch einen Mikroprozessor optimal gesteuert. Die thermoelektrischen Stichheiler sind inzwischen in vielen Ausführungen und Preisklassen erhältlich. An erster Stelle steht der bite away®, der in jede Hemdtasche passt.

Ein unschlagbarer  Vorteil dieses Verfahrens ist die Stichbehandlung ohne Chemie und Medikamente. Die Erfolgsrate ist relativ hoch und Menschen mit besonders heftigen Stichreaktionen berichten  über eine Verminderung der allergischen Spätfolgen.

Mückenstiche, Floh- und Bettwanzenstiche als auch Bienen- und Wespenstiche können Sie in jedem Stadium auch mehrfach hintereinander mit dem Stichheiler behandeln. An der Ostsee setzt der DLRG den Stichheiler gegen Wespenstiche ein.

Thermoelektrische Stichheiler zur Behandlung von Mückenstichen

Beim bite away® können Sie in zwei Stufen die Behandlungsdauer vorwählen. Beginnen können Sie mit drei Sekunden, doch auch die Dauer von sechs Sekunden lässt sich gut aushalten. Eine kleine runde Keramikplatte wird am Stichheiler aufgeheizt und direkt auf den Stich gedrückt. Das ist kurz unangenehm aber im Vergleich zum unerträglichen Juckreiz fast schon fast eine Erleichterung.

Bei einer Wärme von fünfundvierzig bis sechzig Grad Celsius wird das Fremdeiweiß der Mücke zerstört und die Ausschüttung von Histamin gehemmt. Der Stichheiler mindert Ihren Juckreiz für acht bis zwölf Stunden. Meistens verschwindet er ganz und auch Schwellung und Rötung ihres Mückenstichs gehen zurück. Auch blaue Flecken nach einem Mückenstich können mit dem Stichheiler vermindert werden oder treten erst gar nicht auf. 

Weitere Mittel zur Behandlung von Mückenstichen

Gels und Stifte gegen Insektenstiche

Für den klassischen Mückenstich reichen diese in Apotheken erhältlichen Mittel völlig aus. Ob Insektenstift, Gel oder Creme, sie alle bekämpfen die Ausschüttung von Histamin, lindern den Juckreiz und bekämpfen Schwellungen nach dem Mückenstich.

Bekannte Gels und Stifte gegen Mückenstiche

Fenistil® Gel

Fenistil® Kühl Roll-on

Azaron® Stick

 

Antihistaminika zum Einnehmen gegen Juckreiz nach Mückenstichen

Bei heftigen Stichreaktionen kann Ihnen die vorbeugende Einnahme von Antihistaminika helfen. Das reduziert den Juckreiz und die Größe der Quaddel nachweislich. Die Mittel sind in Apotheken frei verkäuflich und werden auch gegen Heuschnupfen oder Juckreiz bei Sonnenallergien eingesetzt.

Wenn Sie bereits gestochen worden sind, hilft Ihnen das Mittel gegen die allergischen Folgen. Der Juckreiz wird reduziert, und das Aufkratzen der Stiche unterbleibt.

Wenn Sie schwanger sind oder unter Herzrythmusstörungen neigen, dürfen Sie Cetirizin allerdings nicht einnehmen. Auch für stillende Mütter ist das Medikament nicht geeignet, da der Wirkstoff Cetirizindihydrochlorid in die Muttermilch übergeht.

Bei Unverträglichkeiten greifen Sie besser auf die Stichbehandlung mit Wärme und Hausmittel zurück.

Bekannte Antihistaminika zum Einnehmen

Cetirizin AL Direkt Lutschtabletten

Cetirizin Ratiopharm® Filmtabletten

Cetirizin Ratiopharm® Saft

Cetirizin HEXAL® Tropfen

Hausmittel gegen Mückenstiche

Verträgliche Ergänzung zur Stichbehandlung ohne Chemie

Hausmittel sind grundsätzlich zu empfehlen, reichen aber für eine umfassende Behandlung von Mückenstichen nicht aus.

Besonders Schwangere, stillende Mütter und kleine Kinder sollten auf die Behandlung mit Chemie verzichten. Ergänzen Sie die Behandlung mit Hausmitteln durch die Stichbehandlung mit einen thermoelektrischen Stichheiler ergänzen.

Teebaumöl hilft nicht nur gegen Mückenstiche

Die australischen Ureinwohnern verwenden Teebaumöl traditionell bei offenen Wunden, Erkältungskrankheiten, Haut- und Zahnfleischinfektionen und bei Läusebefall.
Im Zweiten Weltkrieges gehörte Teebaumöl in die Erste Hilfe Ausrüstung australischer Soldaten in den Tropen.

Naturreines Teebaumöl muss zu einhundert Prozent aus australischem Teebaum / Melaleuca Alternifolia bestehen. Künstlich hergestellte Duftöle enthalten nur den synthetisch erzeugten Duft und die unerwünschten Nebenwirkungen.

Den Unterschied können Sie schon am Preis feststellen, denn natürliche Öle kosten um ein vielfaches mehr als die künstlich erzeugten. Sie sind auch nur in sehr guten Drogerien, Bioläden, im Reformhaus oder im Internet erhältlich.

Teebaumöl darf nur verdünnt verwendet werden, da ein direkter Kontakt zu allergischen Hautreaktionen führen kann.

Teebaumöl zur Behandlung von Mückenstichen

Geben Sie zur Behandlung einen Tropfen Öl auf ein feuchtes Wattestäbchen und betupfen Sie den Stich vorsichtig. Auch aufgekratzte Mückenstiche können so behandelt werden.

Das Öl mit seiner desinfizierenden Wirkung hilft gegen Viren, Pilze und Bakterien. Juckreiz und die übermäßige Reaktion des Immunsystems werden gelindert.

Stets verfügbar – bekannte Mittel zur Behandlung von Mückenstichen

Gerade wenn Kinder gestochen werden, möchten Sie nicht gleich zur chemischen Keule greifen. Hier haben sich verschiedene Hausmittel bewährt, die schon lange bekannt und stets verfügbar sind.

Erste Hilfe bei Mückenstichen - wenn nichts anderes da ist

Zwiebel als Hausmittel gegen Mückenstiche - BitelingSchnell zur Hand – Zwiebeln und Zitronen gegen Mückenstiche

Legen Sie eine Scheibe oder eine halbe Zwiebel auf die Stichstelle. Der Saft der rohen Zwiebel wirkt antibakteriell.

Eine ähnliche Wirkung hat auch der Saft einer frischen Zitrone, wenn Sie die Stichstelle damit beträufeln. Dabei hilft Zitrone nicht nur gegen den entstehenden Juckreiz, sondern wehrt auch weitere Insekten ab.

Mit Essig und Salz gegen Mückenstiche

Sie können ein Läppchen mit Essig auf den Stich legen oder den Stich mit einer Mischung aus Essig und Salz bestreichen.

Dieses Mittel wirkt gegen Mückenstiche antibakteriell und lindert den Juckreiz.

Spucke gegen den Juckreiz bei Mückenstichen

Gerade bei Kindern oder wenn Sie selber nichts anderes zur Hand haben, hilft Spucke gegen Mückenstiche. Spucken Sie einfach in die Hände und verreiben den Speichel auf dem Stich.

Das ist kein Placebo oder alter unwirksamer Volksglaube. Der Speichel wirkt antibakteriell und lindert den Juckreiz.

Zahncreme

Die Zahncreme können sie auf den Mückenstich einfach dick auftragen. Die enthaltenen ätherischen Öle kühlen, und wirken gegen den Juckreiz. Wie bei Heilerde bildet die Zahnpasta nach einiger Zeit eine Kruste, die den Mückenstich zusätzlich austrocknet und schädliche Stoffe aus dem Gewebe zieht.

Medizinischer Alkohol zur Behandlung Ihrer Mückenstiche

Mückenstiche oder auch andere Insektenstiche können Sie mit medizinischem Alkohol einreiben. Weil der Alkohol in offenen Wunden brennt, sollten Sie größere verletzte Hautstellen damit nicht behandeln.

Medizinischer Alkohol für Insektenstiche
 

Medizinischer Alkohol besteht meist zu siebzig Prozent aus Ethanol, kühlt, desinfiziert und lindert den Juckreiz. Guter medizinischer Alkohol besitzt außerdem noch hautpflegende Eigenschaften und lässt sich grundsätzlich zur Desinfektion verwenden.

Mückenstiche mit Heilerde behandeln

Heilerde besteht aus  siebzig Prozent naturreinem Löss. Das Präparat gibt es als Pulver zum anrühren und als fertige Paste. Sie wirkt nicht nur gegen Mückenstiche, sondern auch gegen viele andere Beschwerden.

Heilerde zur Behandlung von Mückenstichen

Die Paste wird direkt auf den Stich aufgetragen, mit einem nassen Tuch umwickelt und mit trockenem Tuch abgedeckt. Nach zwanzig bis dreißig Minuten ist die Paste getrocknet und kann abgespült werden.

Heilerde wirkt adstringierend, das heißt, die Paste zieht Feuchtigkeit mit den darin enthaltenen Schadstoffen heraus.

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Zinksalbe zur Behandlung von Mückenstichen

Zinksalbe kann mehrmals täglich auf den Stich aufgetragen werden. Besonders, wenn der Stich bereits aufgekratzt wurde, hilft Zinksalbe bei der Wundheilung.

Zinksalbe zur Behandlung von Mückenstichen

Um Ihre Kleidung gegen Verfärbungen zu schützen, sollten Sie die behandelte Stelle mit einer Kompresse oder einem Pflaster abdecken. Das in der Salbe enthaltene Zinkoxid trocknet feuchte Hautstellen aus und fördert die Wundheilung.

Eisbeutel gegen die Schwellung bei Mückenstichen

Nichts hilft gegen blaue Flecken nach dem Mückenstich besser als das Auflegen eines Eisbeutels oder einer Kühlkompresse. Auch großräumige Schwellungen gehen zurück oder entstehen erst gar nicht, wenn Sie gleich zu Anfang der Beschwerden bei einem Mückenstich kühlen.

Kühlkompresse zur Behandlung von Mückenstichen

Gegen den Juckreiz zeigt der Eisbeutel nur kurzfristig Wirkung. Sobald er wärmer wird oder Sie den Eisbeutel vom Mückenstich entfernen, beginnt es wieder zu jucken.

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