Kopfläuse bekämpfen

Der Befall mit Kopfläusen gehört nach grippalen Infekten zu den am häufigsten diagnostizierten Kinderkrankheiten. Auch wenn gesicherte Angaben fehlen, geht der Bundesverband der Betriebskrankenkassen davon aus, das etwa ein Drittel der Kinder bis zur Volljährigkeit einmal im Leben von Kopfläusen befallen wird.

Etwa 1,5 Millionen mal im Jahr gibt es „Kopflausalarm“. Kopfläuse lieben sauberes und fettfreies Haar und haben mit mangelnder Hygiene rein gar nichts zu tun.

Vorkommen von Kopfläusen

Kopfläuse haben nach den Sommerferien Saison

Bis zum Juli kommt es regelmäßig, wenn auch in geringer Anzahl, zum Befall durch Kopfläuse. Mit dem Ende der Sommerferien ab Ende Juli steigen die Fälle rasant an und erreichen Mitte September ihren Höhepunkt.

Wenn in einer Einrichtung ein einziger Befall durch Kopfläuse auftritt, kann man davon ausgehen, das dreißig Prozent aller Kinder und Jugendlichen ebenfalls davon betroffen sind.

Kopfläuse und Kinder

Im Alter zwischen fünf und elf Jahren spielen die Kinder oft mit engem Körperkontakt und werden somit am häufigsten Opfer von Kopfläusen.

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Besonders Kinderhaar ist fein, sauber, trocken und weitestgehend fettfrei. Weil Kopfläuse bei längerem Haar leichter den Wirt wechseln können, sind Mädchen stärker als Jungs mit den Parasiten befallen. Haarlängen unter zwei Zentimetern machen es Kopfläusen schwierig, sich zu halten.

Hat ihr Kind Kopfläuse, müssen Sie bei der ganzen Familie nachsehen, denn grundsätzlich ist den Kopfläusen das Alter egal.

Schon gewusstKopfläuse und Gesetze

Gemäß § 45 des Bundesseuchengesetzes, der die gesundheitlichen Anforderungen für Schulen und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen regelt, dürfen sich von Läusen befallene Menschen nicht sich in Kindergärten, Schulen, Heimen oder Ferienlagern aufhalten. Sie brauchen nach dem Gesetz kein ärztliches Attest und sind auch nicht zum Arztbesuch verpflichtet. Wenn Ihre Behandlung allerdings immer wieder fehlschlägt, kann ein Arztbesuch verlangt werden.

Von den Behörden wird in der Regel nur die schriftliche Bestätigung der Eltern oder des Betroffenen verlangt, das die Behandlung begonnen hat. Viele Einrichtungen fordern trotzdem ein ärztliches Attest, dessen Kosten von den Krankenkassen meist nicht nicht erstattet wird.

Vorbeugung vor dem Befall durch Kopfläuse

Begegnen sie dem Befall mit Kopfläusen durch Offenheit

Dem Befall mit Kopfläusen vorzubeugen ist nicht möglich, wenn Sie oder Ihr Kind mit vielen anderen Menschen zusammen kommen. Ihr Kind kann im schlimmsten Fall auch zwei- bis dreimal mit Kopfläusen befallen werden.

Filmtipp

Nehmen Sie sich sieben Minuten Zeit für das Video. Hier erfahren Sie, wie Kopfläuse übertragen werden und leben.

 

Das beschriebene Mosquito® med Läuse-Shampoo enthält waschaktive Substanzen auf der Basis von Kokosöl.

Beim Shampoo werden die Atmungsorgane der Kopfläuse verstopft. Dadurch kann die Kopflaus keinen Sauerstoff mehr aufnehmen und verendet. Durch das Anlösen der Kittsubstanz bei Nissen werden diese ebenfalls abgetötet. Zudem wird das Auskämmen leerer Nissenhüllen erleichtert.

Mosquito® med Läuse-Shampoo ist seit 2011 zur Verschreibung durch Ärzte zugelassen.

 Mosquito® Spray und Waschmittel für die Umgebungsbehandlung beim Befall durch Kopfläuse finden Sie hier.

Wenn ein Befall mit Kopfläusen im Umfeld Ihres Kindes auftritt, müssen Sie sehr aufmerksam den Kopf ihres Kindes kontrollieren, bis die Aufenthaltsorte Ihres Kindes wieder frei von Kopfläusen sind. Wenn Sie Nissen im Haar finden, können Sie sofort aktiv werden und es kommt erst gar nicht zum Befall durch geschlechtsreife Kopfläuse.

Setzen Sie keine Mittel gegen Kopfläuse ein, bevor Sie keine Nissen sehen. Häufiges Haare waschen hilft genau so wenig wie die Behandlungen mit Wasserstoffperoxid oder sonstigen Chemikalien.

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Wenn Sie bei Ihrem Kind einen Befall durch Kopfläuse oder Nissen feststellen, müssen Sie die betroffene Einrichtung und die Kontaktpersonen Ihres Kindes informieren. Dadurch ermöglichen Sie es allen, rechtzeitig etwas gegen den Befall durch Kopfläuse zu tun.

Wenn man nichts gegen Kopfläuse macht
Lesen Sie die Geschichte von Didi Spielmatz und der Kopflaus. Hier können Sie erfahren, was möglich ist, wenn man nichts gegen den Befall durch Kopfläuse unternimmt. Die Zahlen in der Geschichte wurden mit Durchschnittswerten errechnet.
Die Geschichte von Didi Spielmatz

Wenn man nichts gegen Kopfläuse macht

Didi Spielmatz ist ein kräftiger Junge im Alter von 10 Jahren. Als Judoka kann er sich unter seinen Spielkameraden behaupten und ist trotz seiner Durchsetzungsfähigkeit sehr beliebt. Sein seidiges blondes Haar trägt er etwas länger, weil er es cool findet – die Mädels in seiner Klasse übrigens auch.

Tag 1 – Die Kopflaus wechselt den Wirt

Didi hat einen neuen Gegner im Sport. Max ist der Sohn eines Kollegen seines Vaters und er versteht sich gut mit ihm. In den Pausen balgen sie etwas herum. Während sie im Kampf verbissen die Köpfe zusammenstecken, macht sich unbemerkt von allen eine kleine, frisch begattete junge Kopflaus auf den Weg. Welches Glück für sie, das einige von Max dunklen Haaren parallel zu Didis feinen blonden Haaren liegen.

Beherzt schwingt sie sich auf das neue Haar und klammert sich gleich an einem weiteren fest. Dann, als der Kopf wieder ruhig ist, bewegt sie sich behände Didis Hinterkopf hinunter ins Genick. Sie freut sich, denn hier ist es warm und feucht genug. Weil es ihr so gut geht, sticht sie das erste Mal und saugt Blut.

Didi wäscht sich beim Duschen nach dem Judo gründlich die Haare. Unsere Kopflaus stört das wenig. Fest klammert sie sich in die feinen Haare,und beginnt gleich mit der Ablage von sechs Nissen.

Die möglichen Folgen am ersten Tag

  • 1 weibliche Kopflaus
  • 6 Nissen
  • Pro Tag rund 6 Stiche

Tag 2 – Fressen und Eier legen. Die Kopflaus nistet sich ein

Didi spürt, das ihn etwas am Hinterkopf juckt. Nicht feste, nur ein bisschen, deshalb stört es ihn nicht. Seinen türkischen Freund Abdallah besucht er am Nachmittag und gewinnt ein Computerspiel. Fasziniert liegen sie auf dem Teppich in Abdallahs Zimmer und stecken die Köpfe zusammen.

Unsere Kopflaus fühlt sich in Didis Genick sehr wohl. Sie bewegt sich vom Genick in Richtung der Ohren und zurück und hinterlässt auf ihrem Weg ein paar Nissen.

Die möglichen Folgen am zweiten Tag

  • 1 weibliche Laus
  • 8 Nissen
  • Pro Tag rund 12 Stiche

 Tag 10 – Die Kopflaus bekommt Nachwuchs

Der Kopf juckt jetzt ein bisschen mehr, doch weil Didi so beschäftigt ist, merkt er es nicht so sehr. Er wäscht sich die Haare etwas gründlicher, dann wird es schon besser werden.

Heute ist ein großer Tag für unsere Kopflaus, denn sie ist nicht mehr alleine. Aus vier Nissen schlüpfen die ersten Nymphen. Zwei sind leider nichts geworden. Gleich nach dem Schlüpfen beginnen die Larven der Kopflaus zu stechen und Blut zu saugen.

Die möglichen Folgen nach zehn Tagen

  •  1 weibliche Laus
  • 4 Nymphen
  • 44 Nissen und leere Nissenhüllen
  • Pro Tag rund 60 Stiche

Tag 20 – Die ersten geschlechtsreifen Läuse

Der Juckreiz nimmt immer mehr zu. Didis Mutter beobachtet ihren Jungen, wie er sich immer wieder kratzt und oft auch ziemlich schlecht gelaunt ist. Da ein Indianer aber keinen Schmerz kennt, antwortet er auf die Frage „Warum kratzt du dich dauernd?“  meist mit einem knappen „Mach ich doch gar nicht!“ Die versteckten blutigen Stellen und die kleinen weißen Punkte bemerken weder seine Mutter noch Didi selber.

Heute ist es soweit: Ab jetzt muss unser einziges Kopflausweibchen die ganze Arbeit nicht mehr alleine machen. Aus den ersten vier Nymphen haben sich erwachsene und geschlechtsreife Kopfläuse entwickelt. Nun sind sie zu fünft – zwei Männchen und drei Weibchen.

Die möglichen Folgen nach zwanzig Tagen

  • 3 weibliche Läuse
  • 2 männliche Läuse
  • 44 Nymphen
  • 80 Nissen und Nissenhüllen
  • Pro Tag rund 580 Stiche

Tag 25 – Der Verdacht

„Mein Kollege ist heute zu Hause geblieben“, erklärt Didis Vater mit süffisantem Grinsen. „Die ganze Familie hat Läuse!“ Didis Mutter verzieht den Mund. „Komisch, das sind doch sonst ganz saubere Leute,“ sagt sie nachdenklich und wirft einen Blick auf Didi. „Max hat sie anscheinend angeschleppt. Ist der nicht bei dir im Judo?“ Didis Vater ist mit den Gedanken schon wieder wo anders.

Didi errötet und versucht an etwas anderes zu denken. Das seine Kopfhaut stark juckt und er sich an einigen Stellen schon blutig gekratzt hat, hat er seiner Mutter verschwiegen. Wer weiß, was die gleich wieder denkt!

Unsere Kopflaus fühlt sich in Didis Genick immer noch pudelwohl. Sie hat etwas Gesellschaft bekommen und 45 Läuse tummeln sich mit ihr gemeinsam in Didis Haaren.

Die möglichen Folgen nach fünfundzwanzig Tagen

  • 24 weibliche Läuse
  • 21 männliche Läuse
  • 179 Nymphen
  • 500 Nissen und Nissenhüllen
  • Pro Tag rund 2600 bis 2700 Stiche
Spätestens hier merken die meisten, das etwas nicht stimmt.

In der Regel finden sich nicht mehr als zehn geschlechtsreife Kopfläuse auf einem Kopf.

Das Szenario bis zum Lebensende der ersten Kopflaus nach dreißig Tagen trifft nur ein, wenn auch jetzt noch nichts gegen Kopfläuse unternommen wird.

Tag 30 – Das Ende unserer Kopflaus

Didi kann nicht mehr. Seit zwei Tagen juckt ihn der Kopf unerträglich und der Hinterkopf ist schon ganz wund! Er hat sich im Genick blutig gekratzt. Zwei mal hat er sich schon die Haare gewaschen, doch es wird nicht besser. Auch die seltsamen Schuppen kann er nicht mehr übersehen. Außerdem krabbelte heute schon wieder etwas in der Nähe seines Ohrs. In der Schule machen sie sich auch schon über ihn lustig.

Er redet mit seiner Mutter, das mit seinem Kopf etwas nicht stimmt. Sie fällt aus allen Wolken, als sie im Licht Didis Kopf genauer untersucht. Läuse sind kaum zu sehen, doch der Kopf ist voller Nissen und Nymphen. Einige Stellen unter dem dichten Haar sind blutig gekratzt. Didis Mutter ist zunächst entsetzt und ratlos.

Es ist der letzte Tag unserer Kopflaus, denn ihr schönes und ruhiges Leben geht heute zu Ende. Ihre Aufgabe, Kopfläuse weiter zu verbreiten, hat sie erfüllt.

Die möglichen Folgen nach dreißig Tagen

  • 94 weibliche Läuse
  • 91 männliche Läuse
  • 494 Nymphen
  • 2929 Nissen und Nissenhüllen
  • Pro Tag 8000 Stiche

Epilog

Nicht unbedingt nötig – der Arztbesuch

Weil Didi so stark durch Kopfläuse befallen ist, geht seine Mutter mit ihm zum Arzt. Der stellt den Befall fest und verschreibt eine Lösung, die seine Mutter ihm sofort ins Haar massiert, anschließend nass auskämmt und mit warmem Wasser wieder abspült. Alle lebenden Kopfläuse und Nymphen sind dadurch abgetötet. Auch bei Didis Eltern finden sich Nissen im Haar, die sie behandeln müssen.

Die Behandlung können sie auch ohne Arzt durchführen. Statt der bisherigen Insektizide sind inzwischen auch verträglichere Mittel ohne Resistenzen zugelassen. Für die Schule ist nur eine von den Eltern unterschriebene Bescheinigung  nötig, auf der der Behandlungsbeginn ersichtlich ist. Auch wenn es oft verlangt wird, ist ein Attest beim Befall durch Kopfläuse nicht erforderlich.

Information von allen Kontaktpersonen

Didis Eltern enscheiden sich zur absoluten Offenheit und informieren am gleichen Tag Schule, Sportverein und die Eltern von Didis Freunden.

Auch ohne Arztbesuch möglich – die Bescheinigung

Didi bekommt am nächsten Tag eine Bescheigung von seinen Eltern, die er in der Schule abgibt. Hier steht, das die Behandlung begonnen wurde. Die Klassenlehrerin weiß, das sie die Angaben vertraulich behandeln muss und keine Namen nennen darf. So erfährt keiner außer Didis Freunden von Didis Kopfläusen.

Wer informiert weiter?

Die Schule informiert das Gesundheitsamt und sendet an alle Eltern ein Merkblatt zur Information, ihre Kinder auf Läuse zu untersuchen.

Wichtig – die konsequente Nachbehandlung

Fünf Tage nach der Erstbehandlung kämmt Didis Mutter seine Haare noch einmal mit einem Nissenkamm. So werden nachgeschlüpfte Larven entfernt, bevor sie mobil werden und sich weiter entwickeln. Weitere zehn Tage später bekommt Didi nochmals die Lösung ins Haar, damit auch die spät geschlüpfte Larven abgetötet werden.

Wiederum drei Tage später kämmt Didis Mutter das feine blonde Haar zur letzten Kontrolle nochmals aus. Vier Tage nach dem letzten Kämmen finden sich keine Kopfläuse mehr auf dem weißen Tuch. Didi und seine Eltern sind wieder völlig frei von Kopfläusen. Nur noch einige Nissenhüllen, die sich kaum entfernen lassen, sind noch im Haar zu sehen.

…Ein Wort zum Schluss…

Didis türkischer Freund Abdallah hat die Läuse nie bekommen.

Auf Didis Kopf befanden sich zu diesem Zeitpunkt, als die Kinder die Köpfe zusammen stecken, nur eine geschlechtsreife Kopflaus und ein paar Nissen. In den ersten zwei Wochen und auf jeden Fall bis zum Schlüpfen der erwachsenen Kopfläuse ist die Übertragung fast unmöglich.

Befall durch Kopfläuse erkennen

Nissen und Kopfläuse sind kaum zu sehen

Kopfläuse sind auf ein Leben auf dem Kopf und in den Haaren spezialisiert und halten sich auch nur dort auf. Nur bei kleineren Kindern können Kopfläuse auch auf Wimpern und Augenbrauen sitzen.

Da sie sich der Haarfarbe gut anpassen, sind sie kaum zu sehen. Kopfläuse sind lichtscheu und mit einer Geschwindigkeit von dreißig Zentimetern in der Minute recht flink. Nur mit viel Glück können Sie lebende Kopfläuse im Haar finden und erkennen.

Ein Befall durch Kopfläuse muss nicht unbedingt jucken. Erst nach einigen Tagen, wenn die ersten Nymphen geschlüpft sind oder sich gar erwachsene Kopfläuse entwickelt haben, wird werden Sie Juckreiz und kleinere Papeln auf der Kopfhaut bemerken.

Das sicherste Indiz für einen Befall durch Kopfläuse sind Nissen im Haar, die sich im Gegensatz zu den weißlichen, unregelmäßig begrenzten Schuppen nicht abstreifen lassen. Durch ihre helle Farbe sind sie leichter als erwachsene Läuse zu erkennen. Sie sitzen meist in der Nähe der Haarwurzel und sind bei längerem Befall auf dem Haar aneinander gereiht.

Kopfläuse auf einem Tuch - Biteling

Haben Sie einen Verdacht, tragen Sie nach dem Haarewaschen eine Pflegespülung auf. Dann kämmen Sie das Haar mit einem feinen Kamm. Die Spülung macht die Läuse unbeweglich, tötet sie allerdings nicht ab.

Streichen Sie den Kamm anschließend auf einem Tuch aus. Jetzt können Sie mit einer Lupe die erwachsenen Kopfläuse erkennen. Um ganz sicher zu sein, halten Sie ein Haar in die Nähe der trockenen Laus. Klammert sie sich daran fest, ist es sicher eine Kopflaus.

Auch nach dem Haarewaschen oder dem Kämmen mit einem Läusekamm bekommt man sie nicht vollständig aus dem Haar. Haben die Eier mehr als einen Zentimeter Abstand zur Kopfhaut, sind sie entweder leer oder abgestorben und mindestens drei bis vier Wochen alt.

Befall und Behandlungserfolg kontrollieren

Nissenkämme gegen Kopfläuse sind nur eine Ergänzung

Nissen und Kopfläuse werden mit einem speziellen Kamm, dem sogenannten Nissenkamm durchgeführt. Ein Abstände zwischen den Zinken sind deutlich kleiner als bei einem normalen Kamm.

Das Kämmen alleine reicht nicht aus, um Kopfläuse zu entfernen. Sie brauchen den Nissenkamm in erster Linie zur Erkennung und Erfolgskontrolle bei der Behandlung.

Wie Sie den Nissenkamm richtig verwenden

Die richtige Handhabung des Nissenkamms ist sehr wichtig, um die dicht an der Kopfhaut sitzenden Nissen zu erwischen.

Teilen Sie beim Kämmen das Haar von der Stirn zum Nacken und von der Mitte bis zum Ohr in vier Bereiche. Jeder Bereich wird nochmals in feine Strähnen unterteilt.

Den Kamm führen Sie dann von der Kopfhaut ausgehend nach unten. Während des Kämmens müssen Sie den Kamm nach jeder Strähne kontrollieren und gefunden Nissen mit einem Tuch oder Watte entfernen.

Danach reinigen Sie den Kamm mit sechzig Grad heißem Seifenwasser oder mit mosquito® Läuse-Waschmittel (schon ab 30°C).

Elektrischer Läusekamm

Der Vorteil beim elektrischen Läusekamm ist, das zusätzlich zum Auskämmen der Nissen erwachsene Kopfläuse und Larven durch die geringe Spannung getötet werden.

Das trockene Haar wird mit dem elektrischen Läusekamm wie mit einem normalen Nissenkamm gekämmt. Dabei entsteht ein hoher Summton, der sich bei Berührung mit Kopflaus oder Nisse kurz verändert. Die Behandlung wird über einen Zeitraum von zehn Tagen täglich durchgeführt.

Geeignet sind elektrische Läusekämme für Erwachsene und Kinder ab dem dritten Lebensjahr. Der elektrische Läusekamm wirkt besonders bei erwachsenen Kopfläusen und sollte nur als ergänzende Behandlung eingesetzt werden.

Kopfläuse bekämpfen

Zugelassene Mittel ohne Resistenzen gegen Kopfläuse

Kopfläuse sind gegen bisher wirksame Insektizide resistent

Wenn Sie die Bestätigung  eines Arztes für den Befall durch Kopfläuse haben, wird er ein Mittel zur Behandlung verschreiben. Bei ärztlicher Verschreibung tragen die Krankenkassen bei Kindern bis zum zwölften Lebensjahr die Kosten. Kaufen Sie die Mittel privat, müssen Sie die Kosten meist selber tragen.

Ärztliche Verschreibung und Attest
Bitte beachten Sie, das eine ärztliche Verschreibung und ein Attest nicht das Gleiche ist. Die Kosten für ein Attest werden von vielen Krankenkassen nicht erstattet. Leider werden Atteste immer wieder von öffentlichen Einrichtungen gefordert, obwohl es nicht vorgeschrieben ist.

Mittel gegen Kopfläuse bestanden bisher aus Insektengiften wie Pyrethroiden, Permethrin oder Allethrin, die als Nervengift auf Kopfläuse wirken. In einer dänischen bermittelte man allerdings, das siebzig Prozent aller Kopfläuse bereits gegen Pyrethroide resistent sind.

Studien aus Wales (Resistenz zweiundachtzig Prozent) und Israel belegen ebenfalls verstärkte Resistenzen. Zudem berichten immer mehr Menschen, die ein Mittel mit Pyrethroiden sogar ärztlich verordnet bekamen, über die Unwirksamkeit der Mittel.

Deshalb werden hier nur die neuen wirksamen Mittel gegen Kopfläuse vorgestellt, bei denen keine Resistenzen zu befürchten sind.

Schon gewusstKämmen alleine reicht bei einem Befall mit Kopfläusen nicht

Anerkannte Mittel zur Bekämpfung von Kopfläusen müssen nach §18 IfSG nach Prüfung durch das Umweltbundesamt in die Entwesungsmittelliste aufgenommen werden. Das reine Auskämmen der Läuse ist nach klinischen Studien nicht zu empfehlen.

Mittel gegen Kopfläuse mit Dimeticon

Das Silikonöl mit dem Namen Dimeticon wird unter anderem in Medikamenten zur Verhinderung von Blähungen, als Gleitbeschichtung von Kondomen und als Schaumverhüter in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

NYDA® gegen Läuse und Nissen

NYDA® gegen Läuse und Nissen bekämpft erwachsene Kopfläuse sowie die Larven und Nissen der Kopfläuse.

Durch die extrem niedrige Oberflächenspannung dringt das Siliconöl Dimeticon in die Atemöffnungen der Kopfläuse und Nymphen ein und verstopft sie. Dadurch können die Kopfläuse und Nissen in allen Entwicklungsstadien keinen Sauerstoff mehr aufnehmen und verenden.

Alle Produkte mit Dimeticon sind leicht entflammbar, auch wenn sie sich bereits auf dem Haar befinden. Deshalb sollten Sie keinesfalls mit offenem Feuer hantieren, oder das Mittel in der Nähe einer offenen Flamme auftragen.

Achtung auch beim Fön – die glühenden Drähte können das Haar zum Brennen bringen! Hier müssen Sie unbedingt die Anleitung zum Produkt beachten.

NYDA® gegen Läuse und Nissen ist für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr geeignet. Resistenzen sind bei diesem Wirkstoff keine bekannt.

Weitere Mittel mit Dimeticon

Umgebungsbehandlung beim Befall durch Kopfläuse

Nicht unbedingt nötig – Umgebungsbehandlung gegen Kopfläuse

Das Reinigen der Umgebung ist bei einem Befall zweitrangig, da die Kopfläuse außerhalb des Kopfes nicht lange überleben. Sinnvoller ist es, die Behandlung konsequent durchzuführen, doch meist überwiegt auch der Ekel, das nächste Umfeld mit Kopfläusen teilen zu müssen.
Wenn sie sicher gehen wollen, können Sie mit Abwehrmitteln der Übertragung vorbeugen, die Umgebung behandeln oder Ihre Wäsche bei niedriger Temperatur von Kopfläusen befreien.

mosquito® Umgebungsbehandlung

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Deutschen Pediculosis Gesellschaft e.V .