Bremsen abwehren

Weil Bremsen sehr hartnäckig und zielorientiert vorgehen, lassen sich einzelne Bremsenstiche nicht verhindern.

Selbst die klassischen Abwehrmittel mit DEET helfen nur bei geringem Aufkommen. Auch Mittel mit Icaridin versagen, wenn Sie sich in die Nähe von einem Bremsennest aufhalten.

Die Pferdebremse ist bei uns die größte Bremsenart - Biteling

In unseren Regionen gibt es nur eine Generation Bremsen im Jahr. In kalten Gegenden kann es sogar zwei bis drei Jahre dauern, bis sich die nächste Generation erwachsener Bremsen entwickelt.

 

Vorkommen von Bremsen

An diesen Orten müssen Sie mit Bremsen rechnen

Bremsen an Badesee und und im Freischwimmbad

Bremsen legen Ihre Eier in schlammigen Ufern oder in Feuchtbiotopen mit Schilf oder Wasserpflanzen ab. Deshalb kann es in Uferzonen schon mal zu erheblicher Belästigung durch Bremsenweibchen kommen.

Wenn Sie im Badesee weiter raus schwimmen oder auf der Luftmatratze etwas vom Ufer entfernt dösen, werden Sie nur von wenigen Bremsen verfolgt. Ein bis drei Tiere können Sie bemerken und schnell reagieren. Bremsen sind im Wasser hilflos, also hilft kurz draufschlagen und ertränken.

Bremsen beim Wandern und Joggen

Besonders im Juli sollten Sie einen Aufenthalt in einem Feuchtbiotop gut vorbereiten. Langärmlige, helle und weite Blusen oder Jacken, lange Hosen und ein Moskitonetz für den Kopf bewahren Sie vor heftigen Bremsenattacken und dem Wahnsinn.

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Auch bei einer Wanderung an Waldrändern und durch Felder können Sie heftig von Bremsen attackiert werden. Ein wirksames Mittel gegen Bremsen ist eine erweiterte Wahrnehmung für Landschaft und Umgebung. Schauen Sie sich um, um Nester mit hohem Bremsenaufkommen zu erkennen und die Gegend meiden zu können.

Diese einfachen Maßnahmen schützen Sie vor Bremsen

  • Suchen Sie sich zum Verweilen windige Zonen oder Ecken mit ständiger Luftbewegung – Wind verteilt Ihren Duftcocktail und hält Bremsen etwas auf Distanz
  • Verlegen Sie Ihren Aufenthalt in den Wald ohne offene Flächen – Der Wald ist für Bremsen kein natürlicher Lebensraum und für Sie eine bremsenarme bis- freie Zone
  • Gehen Sie am frühen Morgen, denn hier herrscht die geringste Aktivität an stechenden Insekten. Am späten Nachmittag sinkt auch die Aktivität von Bremsenweibchen zwar, doch dann kommen die Stechmücken.

Meiden oder passieren Sie zügig

  • schattige Senken mit Restfeuchte
  • Offenes Gelände mit Viehweiden und Gräben
  • Äcker und Wiesen mit Entwässerungsgräben oder natürlichen Bächlein
  • Feuchtbiotope und sumpfiges Gelände
  • Naturbelassene Flüsse mit seichten Uferzonen
  • Schattige Schluchten mit viel Vegetation und schlammigen Zonen

Feuchtbiotope sind eine bevorzugte Kinderstube für Bremsen

Achten Sie auch auf die Pflanzen in Ihrer Umgebung, denn feuchte Landstriche erkennen Sie an der Vegetation. Binsen und dunkle Gräser sind Hinweise auf Wasserrückstände im oder auf dem Boden. Bestimmte Blumen wie die Sumpfdotterblumen lieben wie Bremsen die Ränder von Sümpfen, kleinen Bächen und Seen.

Bremsen beim Biken

Gefährlich kann eine Bremsenattacke auf dem Fahrrad werden, wenn Sie die Nerven verlieren. Auf dem Fahrrad kommt Ihnen allerdings die Geschwindigkeit zu Gute. Nach Erfahrungsberichten können Sie auf dem Fahrrad ab einer Geschwindigkeit von zwanzig Stundenkilometern den hartnäckigen Bremsen entkommen, auch wenn diese schneller unterwegs sein können.

Schon gewusstMit Ruhe und Besonnenheit gegen Bremsenstiche

Angst, Unruhe und heftige Bewegungen verstärken Ihren für Bremsen höchst attraktiven Duftcocktail und seine Ausbreitung.

Entfernen Sie sich ruhig und gelassen aus der Bremsenzone und erschlagen Sie die Blutsauger gezielt und richtig, denn selbst eine halb erschlagene Bremse wird Sie wieder stechen, so lange sie noch fliegen kann.

Bremsen beim Rudern und Paddeln

Die gemütliche Bootstour kann schnell zur Tortur werden, wenn Sie sich in Ufernähe aufhalten. Selbst im Kajak entkommen sie den guten Fliegern nicht, da die Luftverwirbelungen besonders am Rücken geringer als beim Biken sind.  Hier können Sie sich nur mit der richtigen Kleidung und im schlimmsten Fall mit einem Moskitonetz fürs Gesicht schützen.

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Meiden Sie Uferzonen vom späten Vormittag bis zum frühen Nachmittag, dann lässt das Vorkommen von stechfreudigen Bremsenweibchen nach. Auch mit zunehmender Entfernung von den schlammigen Uferzonen sinkt die Anzahl stechwütiger Bremsen. Wenn Sie nicht gerade am Rücken gestochen werden, können Sie einzelne Tiere rasch erlegen und ertränken.

Zebrastreifen gegen Bremsen

Wissenschaftlich bewiesen – Zebrastreifen helfen gegen Bremsen

Dunkle Pferde werden öfter als weiße Tiere von Bremsen gestochen. Durch praktische Versuche bewies ein Forscherteam der schwedischen Universität Lund im Jahr 2012, das noch mehr hinter dieser Tatsache steckt. Auf einem ungarischen Pferdehof untersuchten sie, welche Farben und Muster besonders anziehend für Insekten wirken.

Hierzu überzogen sie schwarze, graue und weiße Pferdemodelle und ein weiteres mit Zebrastreifen mit einer Schicht aus Öl oder Klebstoff. Bei der Zählung der gelandeten Tiere wiesen die Modelle mit Zebrastreifen die geringste Anzahl an Bremsen auf.

Daraus folgerten die Wissenschaftler, das sich Zebrastreifen im Laufe der Evolution als Schutz vor Bremsen und anderen Stechinsekten gebildet haben.

Kleidung zur Abwehr von Bremsen

Der Nutzen für Sie – Kleiden Sie sich wie ein Zebra! Sie werden Bremsen zwar nicht ganz ausknocken können, doch können Sie sich etwas uninteressanter für die stechwütigen Verfolger machen.

Kleidung zur Abwehr von Bremsen

Eng anliegende Kleidungsstücke sind grundsätzlich ungeeignet, da Bremsen problemlos durch dünne Stoffe beißen können. Tragen Sie deshalb weite und helle oder mit Zebrastreifen gemusterte Kleidung und ergänzen Sie Ihr Outfit notfalls durch einen Hut mit Moskitonetz.

Natürliche Mittel gegen Bremsen für Menschen, Hunde und Katzen

Mit Zedan gegen Bremsen können Sie die Blutsauger auf natürliche Weise mit Duft verwirren und abhalten. Verschiedene pflanzliche Duftöle sorgen dafür, das Sie zwei Stunden lang Ruhe vor Bremsen haben. Mit Zedan gegen Bremsen können Sie nicht nur sich selber sondern auch Ihren Hund oder Ihre Katze behandeln.

Natürliche Mittel gegen Bremsen

Bremsen bei Pferden

Diese Mittel und Maßnahmen helfen gegen Bremsen beim Pferd

Rinder und Pferde werden im Sommer besonders heftig von Bremsen belästigt. Die Bremsenstiche sind nicht nur für Menschen sehr schmerzhaft, auch Pferde erschrecken und drehen schon mal durch, wenn es zu schlimm wird.

Die Pferdebremse mit ihrem großen und plumpen Beißwerkzeug reißt zudem noch deutlich größere Wunden als es die kleineren Artgenossen wie Regenbremse oder Goldaugenbremse tun.

Tiroler Steinöl stinkt aber hilft gegen Bremsen

Im Gegensatz zu Stechmücken lassen sich Bremsen leichter durch geruchsintensive Mittel vom Beißen abhalten. Ein altes Hausmittel gegen Bremsen ist Tiroler Steinöl , das seit dem 14. Jahrhundert aus Ölschiefer gewonnen und heute noch als Schutz vor Bremsen und Stechinsekten in der Landwirtschaft verwendet wird.

Der Geruch ist bestialisch verschwindet aber erfahrungsgemäß beim Pferd nach einem Tag, wenn es auf der Weide ist. Trotz des Gestanks schwören viele Pferdebesitzer und Landwirte auf Tiroler Steinöl, besonders wenn andere Mittel versagen. Es kann verrdünnt in Sprühflaschen gefüllt werden, denn das ganze Pferd muss damit eingesprüht werden.

Tiroler Steinöl gegen Bremsen beim Pferd

Natürlich wirkende Abwehrmittel gegen Bremsen beim Pferd

Weitere Mittel für die vorbeugende Behandlung von Pferden gegen Bremsen basieren ebenfalls auf natürlichen Duftölen.

Mittel gegen Bremsen beim Pferd

Schon gewusstLängerer Schutz vor Bremsen für Ihr Pferd

Werden Pferde mit einem Mittel gegen Bremsen eingesprüht, verflüchtigt sich der Film häufig, wenn das Pferd schwitzt.

Vermischen Sie flüssige Mittel gegen Bremsen mit Magnesium oder Babypuder, haftet das Mittel länger, auch wenn das Pferd mal nass wird.

Mittel mit Phyretroiden gegen Bremsen beim Pferd

Nur in der Apotheke erhältlich ist gegen Regenbremsen und weitere Fliegen beim Pferd Wellcare, ein Mittel mit Permethrin. Nur alle 10 – 14 Tage darf die Wellcare – Emulsion ins trockene Fell mit einem Plastikschwamm aufgebracht werden. Weil Permethrin bei falscher Anwendung gesundheitsschädlich ist, müssen Sie die Anleitung genau befolgen.

Die Mischung aus Permethrin und Citronellol ist ausserdem giftig für Amphibien, Reptilien, Fische und Bienen.

Mittel mit Permethrin gegen Bremsen beim Pferd

Pferdedecken mit Zebramuster als Schutz vor Bremsen

Wie beim Menschen hilft besonders beim Pferd die Tarnung mit einem Zebramuster. Außerdem verhindert der Fliegenschutz, das Bremsen sich ungehindert auf dem Körper niederlassen können. Nur die Beine müssen zusätzlich mit einem Abwehrmittel gegen Bremsen geschützt werden.

Bremsenstiche behandeln

Das hilft gegen die Stiche von Bremsen

Bremsen hinterlassen nach dem Saugen eine relativ große und oft lange Zeit blutende Wunde, um die sich sofort eine großflächige Quaddel bildet. Beim Bremsenstich kann die Schwellungen am nächsten Tag sehr groß werden und sich über die ganze Hand oder den Fuß bis tief ins Gewebe ausbreiten.

In der Regel verschwinden die Stiche nach ein bis drei Tagen von alleine. Wenn sich der Stich nach drei Tagen eher verschlimmert und stark entzündet, müssen Sie zum Arzt.

Der Juckreiz ist mit dem von Mückenstichen vergleichbar. Auch bei Bremsenstichen müssen Sie den Juckreiz und nicht den Stich bekämpfen, denn Kratzen werden Sie sich auch im Schlaf.

Bei aufgekratzten Bremsenstichen vergrößert sich die Wunde an der Stichstelle rasch. Die meist auch sehr tiefen Wunden brauchen mehrere Wochen um zu verheilen und oft bleibt eine Narbe zurück.

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Wie bei anderen Instektenstichen auch basieren die Reaktionen des Körpers wie Schwellung und Juckreiz auf einer vermehrten Ausschüttung von Histamin. Die Folgen von Bremsenstichen können mit den gleichen Mitteln wie bei Mückenstichen behandelt werden.

In der Schwangerschaft oder bei der Stichbehandlung von sehr kleinen Kindern greifen Sie besser auf Hausmittel oder thermoelektrische Stichheiler zurück.

Allergie gegen Bremsen

Eine Allergie gegen Bremsen ist selten, doch kann das Tabanin zu einem allergischen Schock führen. Haben Sie einen Verdacht auf eine lebensbedrohliche allergische Reaktion nach einem Bremsenstich, müssen Sie umgehend den Notarzt aufsuchen. Die Symptome sind

  • Erster Grad  – Nesselfieber, Juckreiz, Unwohlsein und starkes Angstgefühl
  • Zweiter Grad – Übelkeit, Brechreiz oder Durchfall, Engegefühl in der Brust
  • Dritter Grad – Schluckbeschwerden, leichte Schwellung der Zunge, Atemnot, Heiserkeit, Schwächegefühl, Benommenheit, Todesangst
  • Vierter Grad – Blutdruckabfall, Bewußtlosigkeit, Kollaps

Weitere Informationen zur Insektenstichallergie finden Sie hier

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