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Alles über Bettwanzen

Bettwanzen leben nur von Blut – Alles über Bettwanzen

Bettwanzen gehören zur Familie der Plattwanzen, leben in der Nähe ihres Wirts und suchen Vögel oder Säugetiere nur zum Blutsaugen auf. Weltweit sind 80 blutsaugende Wanzenarten bekannt; davon leben 6 Arten in Europa.

Bettwanzen sind in den besten Hotels zuhause - Bettwanzen bekämpfen

Durch die Globalisierung und vermehrte Reisetätigkeit werden Bettwanzen zunehmend weltweit verschleppt. Die typischen Zivilisationsfolger breiten sich auch an Orten wie Konzerthallen oder der U-Bahn aus.d

Die Verbreitung von Bettwanzen

An diesen Orten leben Bettwanzen  – Alles über Bettwanzen

Bettwanzen sind an Mensch und Tier gebunden und halten sich vorwiegend in Wohnungen, Ställen, Bauten von Säugetieren und Vogelnestern auf.

Die nördliche Verbreitung von Bettwanzen reicht bis zum 65. Breitengrad und endet somit knapp unterhalb des nördlichen Polarkreises. In den Alpen sind Bettwanzen bis auf eine Höhe von 2000 Metern anzutreffen.

Seit etwas weniger wie 30 Jahren nehmen Meldungen der Schädlingsbekämpfer zum Befall mit Bettwanzen zu. Besonders in großen Städten wie zum Beispiel New York, London oder Zürich, selbst in Flugzeugen nisten Bettwanzen sich ein und lauern in ihren Verstecken auf Menschen.

Woher kommen Bettwanzen? – Alles über Bettwanzen

Bettwanzen vermehren sich durch Globalisierung und dem Wegfall von DDT - Bettwanzen bekämpfen

Eine Stammform der heutigen Bettwanzen wurde in etwa 300 Millionen Jahre alten Fossilien gefunden und alle heutigen Bettwanzenarten stammen von dieser Urform ab.

Mensch und Fledermäuse hausten früher gemeinsam in Höhlen. Während Bettwanzen zunächst nur Fledermäuse gestochen haben, befielen sie mit der Zeit auch Menschen. Nebenbei haben sich Bettwanzen als Kultur- und Zivilisationsfolger bestens an die menschlichen Lebensgewohnheiten angepasst.

Bettwanzen breiteten sich mit dem Menschen, ausgehend vom Mittleren Osten und Asien, aus. Gemäßigte Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit förderten ihre Entwicklung. In der Antike berichteten griechische und römische Zeitgenossen von Bettwanzen als ein Symbol der Armut, des Schmutzes und des Ekels.

Noch besser wurden die Bedingungen für Bettwanzen, als der Mensch im 17. Jahrhundert mit dem Wohnungsbau begann. Wanzengerechte Temperaturen, eine entsprechende Luftfeuchte sowie reichlich vorhandene Ritzen und Spalten in Gebäuden sorgten für die schlagartige Vermehrung von Bettwanzen.

Nach dem 2. Weltkrieg stieg die Population von Bettwanzen ein weiteres Mal an, wurde jedoch erfolgreich mit DDT bekämpft.

Bettwanzen gingen deshalb seit den 1950er Jahren stark zurück. Seit den 90er Jahren des letzten Jahrtausends kommen Bettwanzen mit zunehmender Tendenz wieder häufiger vor,

Bettwanzen vermehren sich durch Globalisierung und dem Wegfall von DDT - Bettwanzen bekämpfen

Eine Stammform der heutigen Bettwanzen wurde in etwa 300 Millionen Jahre alten Fossilien gefunden und alle heutigen Bettwanzenarten stammen von dieser Urform ab.

Mensch und Fledermäuse hausten früher gemeinsam in Höhlen. Während Bettwanzen zunächst nur Fledermäuse gestochen haben, befielen sie mit der Zeit auch Menschen. Nebenbei haben sich Bettwanzen als Kultur- und Zivilisationsfolger bestens an die menschlichen Lebensgewohnheiten angepasst.

Bettwanzen breiteten sich mit dem Menschen, ausgehend vom mittleren Osten und Asien, aus. Gemäßigte Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit förderten ihre Entwicklung. In der Antike berichteten griechische und römische Zeitgenossen von Bettwanzen als ein Symbol der Armut, des Schmutzes und des Ekels.

Noch besser wurden die Bedingungen für Bettwanzen, als der Mensch im 17. Jahrhundert mit dem Wohnungsbau begann. Wanzengerechte Temperaturen, eine entsprechende Luftfeuchte sowie reichlich vorhandene Ritzen und Spalten in Gebäuden sorgten für die schlagartige Vermehrung von Bettwanzen.

Nach dem 2. Weltkrieg stieg die Population von Bettwanzen ein weiteres Mal an, wurde jedoch erfolgreich mit DDT bekämpft.

Bettwanzen gingen deshalb seit den 1950’ger Jahren stark zurück.  Seit den 90’ger Jahren des letzten Jahrtausends kommen Bettwanzen mit zunehmender Tendenz wieder häufiger vor,

Globaler Handel, vermehrte Reisetätigkeit und der internationale Handel mit Gebrauchtwaren fördern die Ausbreitung, diesmal über große Entfernungen.

Bettwanzen haben ihr Comeback im weitesten Sinne auch Kakerlaken zu verdanken, die heutzutage mit Fressködern bekämpft werden. Früher sprühte man gegen Kakerlaken großzügig Insektizide, was auch Bettwanzen nicht überlebten. In unserer Zeit sterben zwar die Kakerlaken, doch Bettwanzen gehen davon nicht weg.

Hier müssen Sie mit Bettwanzen rechnen – Alles über Bettwanzen

An Orten mit einem hohen Wechsel an unterschiedlichen Bewohnern können sich Bettwanzen optimal ausbreiten, ohne gleich entdeckt zu werden. Dazu gehören:

    • Hotels
    • Herbergen
    • Kasernen
    • Jugendheime
    • Obdachlosenheime
    • Wohnungen von Asylbewerbern
    • Gefängnisse
    • Gemietete Wohnwagen oder Reisemobile
    • Gebrauchte Möbel
So entwickeln sich Bettwanzen – Alles über Bettwanzen

Bettwanzen vermehren sich langsam

Eine weibliche Bettwanze legt 2-10 Eier am Tag, die sie sorgsam in dunklen Ritzen, hinter Möbeln oder Abdeckungen in der Nähe des Unterschlupfs versteckt. Niemals werden die Eier, die bereits Embryonen enthalten, auf dem Menschen oder in der Kleidung zurückgelassen.

Bettwanzen in allen Entwicklungsstadien - die zunächst durchsichtigen Larven sind kaum zu sehen - Alles über Bettwanzen

Bettwanzenlarven sind kaum zu erkennen –  Alles über Bettwanzen

Nach 5-20 Tagen schlüpfen die Bettwanzenlarven. Sie sind durchsichtig und kleiner als 1 mm. Sonst sehen sie wie eine erwachsene Bettwanze aus. Wenn die Larve der Bettwanze zum ersten Mal Blut saugt, färbt sich der durchsichtige Körper dunkelrot.

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Bettwanzenlarven durchlaufen 5 Stadien und saugen in jedem Stadium mindestens einmal Blut. Bei ungünstigen Verhältnissen macht es ihnen nichts aus, auch mal 9 Monate zu hungern.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind ausschlaggebend, wie schnell sich die Bettwanzenlarve zur erwachsenen Bettwanze entwickelt.

DauerTemperatur
20 Tage30°C
40 Tage22° C
1 Jahr14 – 22° C
Keine Entwicklungunter 14°C

Wie sehen Bettwanzen aus? – Alles über Bettwanzen

Bettwanzen sind rotbraun, etwa 4-5 mm lang, behaart und flügellos. Hungrig sind sie, von der Seite betrachtet, papierdünn und die Weibchen sind bei Bettwanzen größer wie die Männchen.

Bettwanzen saugen einmal pro Woche bis zu 7 Milliliter Blut. Bei der Suche nach einem Opfer lassen sie sich von Wärme und Kohlendioxyd leiten.

Nach 3 – 7 Minuten, wenn die Blutaufnahme beendet ist, ist die Bettwanze rundlich, fast schwarz gefärbt und auf eine Größe von bis zu 9 mm angeschwollen. Jetzt hat die Bettwanze das siebenfache an Gewicht zugelegt.

Der Stich einer Bettwanze hinterlässt, wie bei Flöhen und Stechmücken, Fremdeiweiß im Körper, zumal der Stechrüssel ähnlich aufgebaut ist (siehe auch Stechmücke in Aktion).

Bettwanzen sind fast blind, können jedoch mit ihren kleinen Facettenaugen Unterschiede zwischen hell und dunkel gut wahrnehmen. Geht das Licht an, sind Bettwanzen im nächsten dunklen Eck verschwunden.

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Wenn Bettwanzen gestört werden, geben Sie einen Duftstoff ab, der andere Bettwanzen warnt. Dadurch entsteht der typische, süßliche Wanzengeruch und alle Bettwanzen flüchten in ihre Verstecke.

Bettwanzen leben zusammen mit Eiern, Larven, abgestorbenen Tieren, Kot und Häutungsreste der Larven zusammen in einem Nest. Bleiben Bettwanzen in diesen Nestern ungestört, können sie ein Alter von einem halben bis einem Jahr erreichen.

Bettwanzen paaren sich unromantisch – Alles über Bettwanzen

Bettwanzen paaren sich ohne vorherige Werbung, wobei das Weibchen vom Männchen überfallen wird. 

Beim Bettwanzenweibchen liegt unter einer leichten Schwellung am Bauch ein Organ, dass vom Männchen gefunden wird. Die männliche Bettwanze durchsticht an dieser Stelle die Haut und gibt Spermien in eine Art Tasche ab.

Von dort aus finden die Spermien der Bettwanze den Weg zu den Eiern und befruchten sie. Bei Bettwanzen ist die Öffnung für die Eiablage ausschließlich dafür vorgesehen.