Insektenstiche – was sticht Sie, wenn es kalt ist?

Insektenstiche bei tiefen Temperaturen

Stechende Insekten, die bei uns in Mitteleuropa leben, haben sich hervorragend an das Klima angepasst. Sie verbringen den Winter in einer Kältestarre und werden bei steigenden Temperaturen wieder aktiv.

Das trifft jedoch nicht nur auf Stechmücken zu, denn auch Flöhe und Bettwanzen entwickeln sich deutlich schneller, wenn es wärmer wird.

Da Mückenstiche sind um diese Jahreszeit noch selten sindsollten Sie auf die Suche gehen, wenn Sie gehäuft Insektenstiche bei sich finden.

Was Sie im Winter und Vorfrühling stechen kann

Mit diesen Insektenstichen müssen Sie im Februar schon rechnen

Alles über Bettwanzen - Biteling

Bettwanzen

Bettwanzen können auch mit tiefen Temperaturen kurzfristig umgehen. Meistens stellen Sie einen Befall einige Wochen nach einem Hotelaufenthalt fest.  Ein einziges befruchtetes Weibchen reicht, um in Ihrer Wohnung nach einiger Zeit eine Bettwanzenkolonie aufzubauen.

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Hummeln können gut mit Kälte umgehen - Biteling

Hummeln

Durch den dicken Pelz können Hummeln Kälte sehr gut vertragen und erwachen ab +2°Celsius langsam aus der Winterstarre.

Sie sind noch träge, aber durchaus in der Lage, bei Bedrohungen zu stechen. Werden Hummeln versehentlich gequetscht oder gedrückt, werden sie sich auch ohne Warnung wehren.

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Alles über Flöhe - Biteling

Katzenflöhe,  Hundeflöhe und Menschenflöhe

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen zieht es Katzen wieder an die frische Luft. So lange sie nur herumlaufen, werden sie von Katzenflöhen weitgehend verschont. Haben sie allerdings Kontakt mit stark verflohten Katzen oder benützen deren Liegeplätze, werden sie mäßig von Katzenflöhen befallen. Das ist nicht ungewöhnlich, denn einzelne Flöhe befinden sich auf jeder Katze.

Einen mäßigen Befall merken Sie in der Regel nicht, da Katzen sehr reinlich sind. Im Sommer allerdings wird die Population der Flöhe auf Ihrer Katze stark ansteigen. Wird die Zahl der Blutsauger auf der Katze zu groß, verliert Sie immer mehr erwachsene Flöhe und Larven, die sich in der Wohnung verteilen. Nicht nur Ihre Hauskatze wird darunter leiden sondern auch Sie.

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Menschenläuse sind in den Tropen nicht selten, deshalb sollten Sie hier nicht ohne imprägniertes Moskitonetz schlafen. Menschenflöhe verkriechen in Matratzen oder Ritzen und kommen als Nestflöhe nur zum Blut saugen heraus. Achten Sie auf Ihr Gepäck, denn eingeschleppte Menschenflöhe werden Sie nicht so schnell wieder los.

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Alles über Kopfläuse - Biteling

Kopfläuse, Filzläuse und Kleiderläuse

Kopflausbefall tritt besonders stark nach den Sommerferien auf. Durch ihre Spezialisierung auf menschliches Haar kann ihnen Kälte wenig anhaben, zumal Mützen zusätzlich für Wärme sorgen. So sind Kopfläuse das ganze Jahr aktiv.

An einem Befall durch Filzläuse können Sie das ganze Jahr Freude haben, denn sie können außerhalb des Menschen nur sehr kurz überleben. Auch sie sind durch die Nähe zum Menschen vor Kälte geschützt.

Besonders wenn Sie in Massenunterkünften arbeiten können Sie mit Kleiderläusen befallen werden. Kleiderläuse ziehen sich nach dem Blutsaugen in die Kleidersäume zurück in denen sie sich auch vermehren. Sie waren in der Vergangenheit gefährliche Krankheitsüberträger und sind auch heute nicht zu unterschätzen.

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Alles über Sandmücken - Biteling

Sandmücken am Mittelmeer

Europäische Sandmücken kommen besonders in der Mittelmeerregion häufig vor. Auch dort war es im Winter kalt, doch im Frühjahr müssen Sie ab +10°Celsius damit rechnen, von Sandmücken gebissen zu werden.

Da Sandmücken nicht gerne weit vom Boden weg fliegen, beißen sie bevorzugt in Ihre Beine oder sie befallen Ihren Hund. Informieren Sie sich vor Reiseantritt über Leishmaniose und was Sie zur Abwehr von Sandmücken tun können.

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Stechmücken

Culex pipiens ist unsere heimische Stechmückenart - Biteling

Heimische Stechmücke, asiatische Tigermücke und japanische Buschmücke

Stechmücken gibt es das ganze Jahr, wobei nur die befruchteten Weibchen den Winter überleben. Steigen die Temperaturen über den Gefrierpunkt, beginnen Stechmücken damit, einen Platz für die Eiablage zu suchen. Deshalb müssen Sie Regentonnen bereits jetzt vor den Larven von Stechmücken schützen.

Insektenstiche durch Mücken bekommen Sie jetzt nur im Ausnahmefall. Mückenplagen sind um diese Jahreszeit noch nicht zu erwarten.

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Ab Mitte März allerdings vermehren sich in Hochwassergebieten und Sümpfen die Überschwemmungsmücken. Deshalb werden die Larven der Stechmücken in den Rheinauen bereits ab Mitte März bekämpft.

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Insektenstiche vermeiden

Das können Sie im Winter und Frühling gegen Stechinsekten tun

  • Haben Sie im Winter häufig Insektenstiche, müssen Sie der Ursache auf den Grund gehen. Meistens sind es keine Mückenstiche, die Sie im Winter und Vorfrühling plagen.
  • Setzen Sie sich an den ersten warmen Tagen nicht unbesehen ins Gras. Hummeln sind jetzt noch sehr träge und stechen Sie ohne zu warnen in den Allerwertesten.
  • Wenn Sie verreisen, informieren Sie sich, gegen welche Stechinsekten Sie sich und Ihren Hund schützen müssen.
  • Stellen Sie in der Nähe Ihrer Hauskatze oder Ihres Hundes eine Flohfalle auf. So können Sie schon dann reagieren, wenn Sie den Befall mit Flöhen noch nicht merken.
  • Legen Sie einer Freigängerkatze ein Flohhalsband um, wenn Sie oft mit anderen Katzen zusammen kommt.
  • Kontrollieren Sie Ihren Hund auf Flöhe, wenn er aus der Hundepension zurück kommt.
  • Rechnen Sie immer damit, das Ihr Kind Kopfläuse mit nach Hause bringt. Wenn in Schule oder Kindergarten Läuse vorkommen, kontrollieren Sie kurz den Kopf Ihres Kindes. So können Sie rechtzeitig eingreifen, wenn es zum Kopflausbefall gekommen ist.
  • Stechmücken überwintern bevorzugt in Ställen und Scheunen. Achten Sie hier auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt auf Mücken, denn in den Gebäuden ist es oft geringfügig wärmer.
  • Geben Sie in Ihre Regentonne ein paar Tropfen Spülmittel. Das zerstört die Oberflächenspannung und Mückenweibchen können zur Eiablage nicht landen.
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