Meine Freundin der Mückenfänger

Menschen die Stechmücken magisch anziehen sind besonders beliebt. Neben diesen Mückenfängern lebt es sich einfach prima! Es ist schon cool, wenn Ihre Freundin Ihnen auch noch die Mückenstiche abnimmt. Sie selber bleiben dabei völlig verschont – was eine Ungerechtigkeit!

Es ist leider wirklich so – während  manche Menschen überhaupt nicht gestochen werden, fangen sich andere unzählige Mückenstiche ein. Wirklich schlimm betroffen sind die typischen Mückenfänger mit heftigen Stichreaktionen.

Sie werden nicht nur häufiger gestochen als andere, sondern plagen sich wochenlang mit Juckreiz, geschwollenen Stichen und blauen Flecken herum. Doch warum reagieren die Menschen so unterschiedlich auf Stechmücken und Mückenstiche? Und stimmt es wirklich, das Frauen öfter als Männer gestochen werden?

Körpergeruch gegen Mückenstiche

Mückenstich oder nicht – der Duft entscheidet!

Mit dem haarlosen Körper sind Menschen grundsätzlich die optimale Zielgruppe für Stechmücken. Sie halten sich gerne am Wasser auf oder finden sich bei den sommerlichen Temperaturen in Scharen in der freien Natur.

Frauen lieben es, dabei Haut und etwas mehr von sich zu zeigen. Während viele Männer abends auf lange Hosen zurück greifen, tragen nicht nur besonders modebewusste Frauen Sommerkleider im Miniformat oder in lässiger Weite. Weil Stechmücken nicht besonders gut fliegen können, sind sie sehr dankbar für nackte Füße, Knöchel und Waden.

Werbung

Zudem bieten bietet die meist unbehaarte Haut von Frauen den Stechmücken einen einfachen und unkomplizierteren Landeplatz. Das spricht zwar für eine Frau als Mückenfänger, doch entscheidend für die Auswahl sind der CO2 – Ausstoß und ein bestimmter Duftcocktail, der besonders attraktiv auf stechwillige Mückenweibchen wirkt. Stimmt der Duft, sind der Stechmücke Geschlecht und Körperbehaarung egal.

Forschung gegen Mückenstiche

Die richtigen Gene zum Schutz vor Mückenstichen

In England ließ man im Rahmen eines Forschungsprojekts Aedes – Mücken auf eineiige und zweieiige Zwillinge los. Während die eineiigen Zwillinge mit gleichen Genen gleichmäßig gestochen wurden, war die Stichverteilung bei den zweieiigen deutlich unterschiedlich. In dieser im Dezember 2014 veröffentlichten Studie schlossen die Forscher aus diesen Ergebnissen, das die genaue Zusammensetzung des Körpergeruchs genetisch bedingt ist.

Bekannt ist, das ein Stoff mit dem Namen Sulcaton eine besondere Anziehungskraft auf Stechmücken ausübt. Amerikanische Biologen erforschten durch diesen Stoff den Geruchssinn zweier Arten von Aedes – Mücken. Sie wollten wissen, warum die eine Art auf Menschen spezialisiert ist, während die andere nur Tiere sticht.

Werbung

Der Stoff alleine kann es aber nicht sein, denn mit Sulcaton besprühte Meerschweinchen wurden nicht mit Menschen verwechselt.

–>weiter zum Artikel über den Wirtswechsel von der Stechmücke zum Menschen

Die Forschung zum Körpergeruch des Menschen und seinen Auswirkungen auf Stechmücken steht  also noch ganz am Anfang. Die Hersteller pharmazeutischer Produkte sind jedenfalls sehr interessiert an neuesten Erkenntnissen und Forschungsergebnissen, da es bereits resistente Stechmücken gibt, die auf herkömmliche Mückenabwehrmittel nicht mehr reagieren.

Rein wissenschaftlich betrachtet ist für die Wahl der Stechmücke also der Duftcocktail des Menschen entscheidend, dessen Zusammensetzung genetisch bedingt ist.

Der kleine Unterschied

Frauen leiden intensiver unter Mückenstichen

Leider ist der Natur das Gleichstellungsgesetz egal, was besonders bei den Stichfolgen deutlich wird. So leiden Frauen unter dem Juckreiz bei Mückenstichen deutlich stärker als Männer. Das liegt nicht daran, das sie mehr, öfter und lauter jammern. Studien mit etwa 1000 Teilnehmern belegen, das die Wahrnehmung von Juckreiz bei Frauen viel emotionaler und intensiver abläuft.

Um diese Aussagen auch belegen zu können, wurde die Gehirnaktivität von etwa dreißig Teilnehmern unter Juckreiz gemessen. Dabei stellte sich heraus, das bei der Verarbeitung der Signale bei Frauen deutlich mehr und andere Gehirnareale als bei Männern aktiv sind.

Auch bei der Bildung von blauen Flecken nach einem Mückenstich haben Frauen die schlechteren Karten, denn ihr Bindegewebe ist schwächer und leichter als das von Männern zu verletzen.

Partnerschaft und Mückenstiche

Wie Sie geplagten Mückenfängern helfen können

Wenn Sie als Mann nicht gestochen werden, stehen Sie also genetisch und körperlich auf der Gewinnerseite. Mit Ihrer Lebenspartnerin und ihrer Körperpflege oder gar mit Haut- oder Haarfarbe hat das rein gar nichts zu tun. Nicht gestochen werden können Sie bei den guten Voraussetzungen auch alleine.

Genießen Sie den Vorteil und haben Sie im Sinne einer guten Freund- oder Partnerschaft etwas Mitleid mit Ihren von Mückenstichen geplagten Mitmenschen. Der Dame an Ihrer Seite hilft es, wenn Sie sie etwas ablenken. Wie aus der Studie ebenfalls hervorgeht, vermindert sich die intensive Gehirnaktivität für die stärkere Wahrnehmung beim Juckreiz deutlich, wenn etwas anderes in den Vordergrund rückt. Sobald sie sich wieder mit dem Mückenstich beschäftigt, wird sich der Juckreiz wieder verstärken und  sie über alle Maßen nerven.

Ein Tipp zum Schluss
Nun können Sie Ihrer Freundin erklären, das sie gar nicht anders kann als so unter dem Juckreiz zu leiden. Damit zeigen Sie unerwartetes Verständnis mit Ihrer stichgeplagten Partnerin, das lenkt sie vom nervenden Juckreiz ab. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, um in den Augen ihrer Angebeteten zu Supermann zu werden!
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestPrint this page

Comments are closed.