Biteling – Sie wurden gestochen?

Gestochen werden Sie am häufigsten im Sommer meist von Stechmücken oder Bremsen. Auch wenn die Stiche sehr unangenehm werden können, kennen sie das Insekt und wissen, auf welche Stichfolgen sie sich einstellen müssen.

Schwieriger wird es, wenn Sie im Herbst oder gar im Winter gestochen werden. Dann merken Sie erst nach einer Weile, das es sich um Insektenstiche handeln könnte. Doch welche Blutsauger kommen in Frage?

Finden Sie heraus, was Sie gestochen hat! Die Stichtabelle hilft Ihnen dabei.

Was in den Mitteln zur Insektenabwehr und zur Stichbehandlung drin ist, erfahren Sie hier.

Die Stichtabelle

Welches Insekt gehört zu Ihrem Stich?

Beschwerden direkt nach dem Stich

Beschwerden eine Woche nach dem Stich

Insektenart

Gestochen werden Sie überall, selbst durch eng anliegende Kleidung. Sofort starker Juckreiz möglich. Die Stiche befinden sich oft an Füßen und Beinen, jedoch auch am ganzen Körper einschließlich der Kopfhaut. Manchmal mehrere Stiche nebeneinander.

Starke, heiße und harte Schwellung, starker Juckreiz, möglicherweise tiefe Wunde. Rote Bahn zur nächsten Lymphe kann ein Symptom für eine Blutvergiftung sein. Vermehrt seit etwa zehn Jahren große blaue Flecken um den Stich.

Stechmücken

Culex pipiens ist unsere heimische Stechmückenart - Biteling

Culex pipiens ist unsere heimische Stechmückenart

Viele Stiche an Armen und Beinen, häufig im Schlaf oder nach dem Urlaub am Mittelmeer. Sehr starker Juckreiz, schmerzhafter Stich, wenn man nicht schläft. Das stechende Insekt ist meistens nicht mehr zu sehen, obwohl der Stichschmerz noch da ist.

Tiefe große nässende Wunde mit rotem Hof. Weiträumig um den Stich Bläschen, auch große Blasen möglich. Papeln, starker Juckreiz, lange Heilungsdauer. Möglicherweise Infektion mit Leishmaniose

Sandmücken

Sandmücken am Mittelmeer und in Deutschland - Biteling

Bildquelle: Wikipedia – James Gathany
Sehr empfehlenswert ist auch der Artikel bei Wikipedia.

Gestochen wurden Sie vorwiegend an Füßen und Beinen. Kleine Blase mit rotem Hof, starker Juckreiz. Möglicherweise tiefe Wunde, lang anhaltender, starker Juckreiz

Hundeflöhe

Katzenflöhe

Der Floh ist nicht nur lästig, sein Stich kann auch gefährlich werden - Biteling

Kleine Blase mit rotem Hof, starker Juckreiz. Stiche am ganzen Körper möglich, bevorzugt an freiliegenden Hautstellen.

Möglicherweise tiefe Wunde, lang anhaltender Juckreiz

Menschenflöhe

Kleine Blase mit rotem Hof, starker Juckreiz. Gestochen wurden Sie am ganzen Körper bevorzugt an freiliegenden Hautstellen. Tritt nur im Zusammenhang mit befallenen Ratten auf.

Möglicherweise tiefe Wunde, lang anhaltender Juckreiz

Rattenflöhe

Starker Juckreiz an Zehen, Zehnägeln und Fußsohlen. Warzenähnliche Blase mit schwarzem Punkt meist nur ein oder zwei Stellen, an denen der Sandfloh eingedrungen ist.

Stelle sieht aus wie eine Warze mit Spannungsgefühl. Nach einiger Zeit schwillt die befallene Stelle stark an. Vor allem nach Versuchen, Sandflöhe selber zu entfernen, sind Entzündungen oder Folgeerkrankungen möglich.

Sandflöhe

Starker Juckreiz, rote Quaddel. Stiche erfolgten nachts bevorzugt an frei liegenden Hautstellen, auch unter der Bettdecke.

Allergische Spätreaktionen sind möglich. So lange die Bettwanzen nicht verendet sind, werden Sie immer wieder gestochen.

Bettwanzen

Selten alleine - Bettwanze im Großformat - Biteling

Gestochen werden Sie oder Ihre Kinder häufig  im Genick und über den Ohren,  wo Sie auch kleine, rote Stellen sehen können. Im Haar finden sich vermehrt schuppenähnliche Gebilde. Bei starkem Befall entsteht ein heftiger Juckreiz am ganzen Kopf.

Verheilt schnell und folgenlos und wird zunächst kaum bemerkt. Nach drei Wochen erst entsteht ein starker Juckreiz. Nach etwa drei bis vier Wochen offene Hautstellen und Ekzeme durch Kratzen möglich

Kopfläuse

Kopfläuse - Biteling

Gestochen werden Sie vorwiegend im Genitalbereich. Kleine, stark juckende rote Stellen im Schamhaar. Bräunliche bis rote Flecken in der Unterwäsche und in der Behaarung im Genitalbereich.

Lang anhaltender Juckreiz. Offene Hautstellen und Ekzeme durch Kratzen möglich. Wird durch die befallene Stelle und des Juckreizes schnell erkannt.

Filzläuse

Filzläuse sind selten aber nicht ausgerottet - Biteling

Die Stiche von Kleiderläusen erzeugen kleine, rote Stellen, die am ganzen Körper zu finden sind. Stiche an freiliegenden Hautstellen in der Nähe von Kleidersäumen.

Lang anhaltender Juckreiz. Möglicherweise hohe Anzahl von Stichen. Entzündete Stichstellen, Ekzeme und offene Hautstellen

Kleiderläuse

Krankheitsüberträger Kleiderläuse - Biteling

Tabelle der Inhaltsstoffe

Was ist in den Mitteln drin?

Je mehr Chemie, um so wirksamer der Schutz. Leider ist es so und alle Hausmittel zur Vertreibung und Bekämpfung von Stechmücken, Läusen, Flöhen und Bettwanzen können nur als Ergänzung empfohlen werden. Auch wenn Sie bereits gestochen worden sind, lindern Hausmittel zwar die Stichbeschwerden, helfen aber nicht wirklich.

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Wenn Sie sich für eine Behandlung oder Insektenabwehr mit oder ohne Chemie entscheiden müssen, betrachten Sie immer beide Seiten. Die Stichfolgen können gravierend sein, zumal die Allergien immer stärker zunehmen.

Besonders in den Tropen ist die Gefahr größer, ohne Vorsorge an einer schweren Malaria zu erkranken, als das Risiko gravierender Nebenwirkungen durch Prophylaxemedikamente. Jeden Tag sterben weltweit dreitausend Kinder, die in erster Linie von der Anophelesmücke gestochen worden sind, an Malaria (aus dem Merkblatt des auswärtigen Amtes zur Malariaprophylaxe).

Inhaltsstoffe bekannter Insektizide und Mittel zur Stichbehandlung

Wirkstoff Wirkung enthalten in
Allethrin Das Nervengift führt beim Insekt zunächst zur Lähmung und anschließend zum Tod.
Benzalkoniumchlorid Desinfizierend, wirkt gegen Bakterien, Hefen, Pilze und Algen.
Cetirizindihydrochlorid Verhindert, das Histamin sich in den Mastzellen anreichern kann. Dadurch werden allergische Reaktionen gemindert bzw. verhindert.
Deltamethrin Wirkt auf das Nervensystem. Durch den sogenannten „Knockout – Effekt“ werden die Insekten zunächst betäubt und getötet.
Diethyltoluamid (DEET) Die Wirkung ist noch nicht abschließend geklärt, jedoch wurden nachgewiesen, das Insekten DEET riechen und schmecken, und dem Stoff fernbleiben.
Dimeticon (Polydimethylsiloxan (PDMS)) Dringt in die Atemöffnungen der Insekten ein und führen zum Tod durch Ersticken und Herzstillstand.
Dimetindenmaleat Wirkt von aussen als auch innerlich ähnlich wie Cetirizin, indem es die Anreicherung von Histamin verhindert.
Dimpylat Greift in den Enzymhaushalt von Insekten ein und löst eine Nervenreaktion aus, die zur Lähmung wichtiger Muskeln und dem Herz führt.
Esbiothrin Das Kontaktgift führt zur Lähmung, um das Verkriechen der Insekten zu verhindern.
Fibronil Wirkt auf das Nervensystem, indem es eine tödliche Übererregung erzeugt.
Dexpanthenol Der Wirkstoff reichert sich in der Haut an. Feuchthaltevermögen, Regeneration und Elastizität der Haut werden an der Stelle verbessert, wo das Mittel aufgebracht wird. Lindert Juckreiz, hemmt Entzündungen und fördert die Wundheilung.
Icaridin Das Insektizid vergrämt Mücken und andere Insekten. Die Wirkung ist noch nicht abschließend geklärt. Icaridin ist besser verträglich aber genau so wirksam wie DEET.
Methopren Wirkt als sogenanntes Juvenilhormon auf Larven, und verhindert die Entwicklung zum geschlechtsreifen Insekt.
Permethrin Wirkt auf das Nervensystem. Durch den sogenannten „Knockout – Effekt“ werden die Insekten zunächst betäubt und wenig später getötet.
PMD (p-Menthan-3,8-Dio)

Wirkt durch den starken Geruch abschreckend auf Insekten. Es ist der einzige natürliche zugelassene Wirkstoff in Insektenschutzmitteln in den Vereinigten Staaten und in Europa.

Pyrethroide Familie chemisch erzeugter Nervengifte, zu denen Permethrin und Allethrin gehören.
Tripelennamin Wirkt ähnlich wie Cetirizin, indem es die Anreicherung von Histamin verhindert.

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